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15.07.2013, 11:50 Uhr | Übersicht | Drucken
Keine verpflichtende Frauenquote für den Mittelstand

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Gelsenkirchen (MIT) wendet sich entschieden gegen die Pläne des Europaparlaments, Mittelständlern künftig eine verpflichtende Frauenquote vorzuschreiben.


„Die jüngste Initiative des EU-Parlaments zur Frauenquote ist ein eindrucksvolles Beispiel für den Brüsseler Dirigismus. Statt den Mittelstand zu entlasten und von bürokratischen Hemmnissen zu befreien, regiert Brüssel immer stärker in die Angelegenheiten der Unternehmen hinein und sorgt für neue Belastungen.“, sagt Christian Beckmann, Vorsitzender der MIT Gelsenkirchen.

Eine gesetzlich verbindliche Frauenquote greife massiv in die Vertragsfreiheit sowie das Eigentumsrecht der Unternehmen ein. Unternehmerische Personalpolitik gehört aus Sicht der MIT Gelsenkirchen nicht zu den Aufgaben der Politik, sondern ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmerfreiheit. Zudem würde eine verpflichtende Quote bestehende strukturelle Differenzen missachten: „Je nach Branche und Größe gibt es deutliche Unterschiede in den Unternehmenskulturen. Die unterschiedlichen Branchen mit ihrer jeweiligen Personalstruktur dürfen nicht über einen Kamm geschoren werden“, appelliert Beckmann.

Die MIT Gelsenkirchen unterstützt grundsätzlich die Forderung nach mehr Teilhabe von Frauen in Führungspositionen, lehnt gesetzliche Vorgaben jedoch entschieden ab. „Verantwortung darf aber nicht durch Gesetze erzwungen werden. In erster Linie muss die Qualifikation entscheiden. Eine feste Quote hat mit der Qualifikation und dem Leistungsprinzip nichts mehr zu tun“, sagt Beckmann. Statt Quoten vorzugeben sei es die Pflicht der Politik, zusammen mit den Unternehmen die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass mehr Frauen Führungsaufgaben in der Wirtschaft übernehmen. „Es müssen beispielsweise verstärkt Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ergriffen werden. Dies wäre ein wesentlich wirksamerer Beitrag im Interesse der beruflichen Aufstiegschancen von Frauen“.

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